Der Kanton Bern schafft psychisch kranke Asylbewerber direkt aus der Klinik aus. Unsere Aktion „Bei Nacht und Nebel“ hatte dies massiv kritisiert, jetzt zieht endlich auch das Verwaltungsgericht juristisch nach. Der Kanton muss über die Bücher.
Das Vorgehen der Behörden war im Falle einer afghanischen Familie und deren Ausschaffung aus der Schweiz an Kälte, Willkür und Inhumanität kaum zu überbieten. Die Details zu diesem Fall finden sich im ausführlichen Artikel der WOZ von Ende 2023, der auch auf dieser Website publiziert wurde.
Unterstützer:innen der rückgeschafften Familie hatten Beschwerde gegen die Berner Migrationsbehörden und das Kantonale Zwangsmassnahmengericht eingereicht. Diese hätten bei der Rückschaffung widerrechtlich gehandelt. Mit der Beschwerde sollte auch grundsätzlich überprüft werden, inwiefern Ausschaffungen aus Kliniken überhaupt legal sind. Die Beschwerde wurde mit unserer Crowdfunding-Aktion „Bei Nacht und Nebel“ finanziert. Jetzt hat das Verwaltungsgericht entschieden, dass der Kanton Bern diese Praxis überprüfen muss.
SRF hat im Regionaljournal BE-FR-VS vom 11. Juli 2025 darüber berichtet, ebenso hat SRF in der Sendung „Schweiz aktuell“ einen TV-Beitrag mit Interviews unter anderem mit Jürg Schneider, Vorstandsmitglied des Vereins „Offenes Scherli“, ausgestrahlt.

